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Ölstand der Servolenkung prüfen

Ein ausreichender Ölstand in der Servolenkung ist erforderlich, damit die vom Fahrer gegebenen Lenkbefehle präzise umgesetzt werden können.

  • Sie kontrollieren den Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter nach Betriebsanleitung (bei stehendem Motor)

Lenkungsspiel prüfen

Die Lenkung muss auf die Lenkbefehle des Fahrers sofort ansprechen. So können der Kurs gehalten und Ausweichbewegungen direkt umgesetzt werden. Deshalb muss das Lenkungsspiel regelmäßig überprüft werden.

  • Sie prüfen, ob sich die Vorderräder in der Geradeausstellung befinden
  • Sie bewegen das Lenkrad und beobachten dabei das linke Vorderrad
  • Sie beobachten, wann das linke Vorderrad auf Ihre Lenkbewegungen anspricht

Hinweis:
Bei Fahrzeugen mit Servolenkung erfolgt die Überprüfung bei laufendem Motor.

Funktion der Lenkhilfe prüfen

Die Lenkung muss ein leichtes und sicheres Lenken des Fahrzeugs gewährleisten. Eine Lenkhilfe unterstützt die Lenkimpulse des Fahrers. Ihre Funktion muss regelmäßig überprüft werden.

  • Stehender Motor
  • Durch Zug am Lenkrad stellen Sie fest, dass Sie das Lenkrad nur mit sehr hoher Lenkkraft bewegen können

  • Laufender Motor
  • Sie starten den Motor, durch Zug am Lenkrad stellen Sie fest, dass Sie nun das Lenkrad mit sehr geringer Lenkkraft bewegen können

Sichtprüfung der Federung

Die Federung von Nutzfahrzeugen und Kraftomnibussen unterliegt starker Beanspruchung. Altersbedingter Verschleiß, Überladung des Fahrzeugs oder hohe Geschwindigkeiten beim Überfahren von Fahrbahnunebenheiten führen zu Schäden an der Federung.

  • Mechanische Federung:
  • Sie prüfen, ob die Federn gebrochen sind
  • Sie prüfen, ob sich die Federn verschoben haben

  • Luftfederung:
  • Sie prüfen die Luftbälge auf Beschädigungen und Dichtheit, z.B. Scheuer- und Schnittstellen, Alterung der Gummierung
  • Sie prüfen, ob der Fahrzeugaufbau parallel zur Fahrzeugachse steht

Prüfung Reserverad, Sicherung, Zustand

Sollte ein Radwechsel erforderlich werden, folgen Sie den Anweisungen der Betriebsanleitung. Bei Montagearbeiten im öffentlichen Verkehrsraum tragen Sie immer die Warnweste. Reserveräder sind nicht vorgeschrieben.

  • Sie beurteilen den Zustand des Reserverades hinsichtlich Beschädigungen (auch der Felge) und Luftdruck
  • Sie prüfen, ob das Reserverad ordnungsgemäß untergebracht und zweifach gegen Verlieren gesichert ist

Prüfen der Felgen auf Beschädigung

Anprallschäden, die Verformungen und Rissbildung zur Folge haben können, beeinträchtigen die Verkehrssicherheit.

  • Sie überprüfen die Felge auf Beschädigungen, z.B. Verformungen des Felgenhorns, Rissbildung zwischen den Bolzenlöchern

Sichtprüfung des Sitzes der Radmuttern

Werkstätten haben die Radmuttern mit dem vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Wert und mit dem Drehmomentschlüssel angezogen. Dennoch können sich Radmuttern lösen. Ablaufende Räder schädigen andere Verkehrsteilnehmer und das eigene Fahrzeug.

  • Sie prüfen ob alle Radmuttern vorhanden sind
  • Sie prüfen, ob diese nicht sichtbar lose sind, erkennbar z.B.: Gewindeüberhang, an Rostfähnchen oder Scheuermehl im Bereich der Radmutter, Spielraum zwischen Radmutter und Felge, Farbaufbruch an Radmutter und Radbolzen

Prüfen des Reifenzustandes / Reifendruckes

Damit die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs gewährleistet ist, muss die Bereifung einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden. Eine zu geringe Profiltiefe, Beschädigungen der Lauffläche oder der Seitenwände, gerissene Drahteinlagen oder Gewebebrüche beeinträchtigen die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs.

  • Sie prüfen, ob noch ausreichend Profiltiefe vorhanden ist
  • Sie prüfen, ob die Lauffläche gleichmäßig abgelaufen ist
  • Sie überprüfen Lauffläche und Reifenseitenwände auf sichtbare Beschädigungen
  • Sie prüfen, ob sich Fremdkörper im Reifen und zwischen den Zwillingsreifen befinden
  • Sie führen eine Sichtkontrolle hinsichtlich der Feststellung deutlich erkennbarer unterschiedlicher Luftdrücke an den Achsen durch

Prüfen der Tragfähigkeit und der Höchstgeschwindigkeit der Reifen anhand des Fahrzeugscheins

Zulassungsbescheinigung Teil I oder Fahrzeugschein bestimmen Kennzahlen für Tragfähigkeit und Höchstgeschwindigkeit der Bereifung. Die geforderten Werte dürfen überschritten, aber nicht unterschritten werden.

Nur bei der Verwendung von M&S Reifen darf die Höchstgeschwindigkeit den geforderten Wert unterschreiten. Dabei gilt: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Bereifung muss im Blickfeld des Fahrers angegeben sein und darf während der Fahrt nicht überschritten werden.

  • Sie vergleichen die Angaben im Fahrzeugschein mit den Angaben auf der Reifenseitenwand

Prüfen der Reifengröße anhand des Fahrzeugscheins

An Kraftfahrzeugen dürfen nur Reifen verwendet werden, die in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 15.1 bis 15.3 oder im Fahrzeugschein Ziffer 20 und 21 eingetragen sind. Andere Reifen dürfen nur montiert werden, wenn die Betriebserlaubnis/EG-Typgenehmigung des Fahrzeugs das erlaubt.

  • Sie vergleichen die Angabe im Fahrzeugschein mit den Angaben auf der Reifenseitenwand.